Modellbau


 

 

Stand: 07.07.2010

 DIE ENTSTEHUNG DER TURBINE KJ66

Ein erneutes "wahnwitziges" Projekt habe ich mir Ende 2004 ausgedacht. Ich will zusätzlich in die Turbinen- Fliegerei  einsteigen. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich dem Segelfliegen den Rücken kehre. Im Gegenteil. Nur neue Herausforderungen machen doch das Hobbyleben interessant.  Aber einfach kaufen ist bei mir ja bekanntlich nicht. Also..... Eigenbau.  Die angeeigneten Kenntnisse aus meiner Lehrzeit (lang lang ist es her)  kann ich nun wieder gut gebrauchen. Sogar ein Punktschweißgerät wurde für die Blechteile der Brennkammer gebaut.   Das geht für 50€!! Wie?? schaut mal hier nach!

 

Einige Einzelteile sind schon fertig. Die Schubdüse nach dem Originalbauplan wurde verworfen. Es geht auch wesentlich einfacher.

 

 

Im Urlaub wurden wieder ein paar Teile gefertigt. Nun ist die Welle, ein neuer 12er Stickring, das Turbinenrad und die Schubdüse fertig. Hier wurden die Teile schon mal vorab zusammengebaut. Als Schubdüse diente nun ein Edelstahlzahnputzbecher. Als Düsenkonus ein Cocktailmessbecher. Alles von einem bekannten schwedischen Möbelhaus. Die Teile haben zufälligerweise die benötigten Maße und kosten nur ein paar Euro.
20.11.05 - First Start UP der 66er Turbine

Am 20.11.05 war es soweit. Der erste Start UP der jungfräulichen Turbine. Das Ergebnis war beeindruckend. Die Bine startete ohne Mucken und Spucken und ist ganz sauber auf Leerlaufdrehzahl von 32.000 rpm hochgelaufen. Ich ließ sie etwa 3 Minuten im Leerlauf. Danach wurde ganz sachte Gas gegeben. Im ersten Start UP habe ich die Turbine erst mal nur auf 80% (ca. 90.000 rpm) hochgefahren. Alles bestens. Da es schon dunkel wurde, habe ich schön das Flammbild in der Brennkammer kontrollieren können. Da drin sah es bestens aus. Nun wurde der Gasknüppel etwas "unsanfter" bewegt.

 

Die Bine muckt immer noch nicht. Sie nimmt super Gas an beschleunigt extrem rasch und beim ruckartigen Drosseln macht sie keine Anstalten einen Flameout zu zeigen. Dunkelheit und heftiger Schneefall zwangen mich nach 15 Min. dann doch zum Abschalten. Schade.  Ich zerlegte die Bine um zu kontrollieren ob auch das Lebenswichtige Schmiersystem einwandfrei arbeitet. Alles OK! Beim nächsten Prüfstandlauf werden die Daten dann aufgezeichnet und die Bine auf Volllast gebracht. Bin gespannt wie viel Schub sie bringen wird.

 

Zur Steuerung der Turbine verwende ich eine alte Orbit ECU ohne Autostart und dem anderen Gedöns. In den späteren Flieger kommt auch nur eine ganz simple Regelelektronik. Zum Beispiel die Regelung hier. Die funktioniert einwandfrei und vor allem unempfindlich gegen Störungen und Fehlbedienung! Ganz nach dem Prinzip: KEEP IT SIMPLE! Zum Starten habe ich mir eine kleine "Starbox" gebaut. Ist ganz easy und bequem, fast wie Autostart.
Testläufe  beendet - Hier die ungeschönten Leistungsdaten